Pellets-Heizungen und Solarwärmeanlagen zur Vollversorgung

Pelletsheizungen die vollautomatisch arbeiten sind einerseits sehr komfortabel, aber auch ideal um sie mit Solarspeichern oder Kollektoren zu verbinden. Auf diese Weise kann die Deckungslücke, die im Winter oft entsteht, optimal geschlossen werden.

Im Sommer wird der Haushalt so mit warmem Wasser versorgt und die Heizung wird zudem mit 25% unterstützt. Der Rest kommt dann aus der Pelletsheizung.

Pellets und die Funktionsweise

Bei Pellets handelt es sich um Röllchen, die aus gepressten Holzspänen und Sägemehl hergestellt werden. Ausgangsmaterial ist hierzu immer trockenes und vor allem unbehandeltes Restholz. Ohne die Zugabe von Bindemitteln werden die Pellets bei enorm hohem Druck in Form gepresst. Sie sind durchschnittlich zwischen 10-30mm lang und weisen einen Durchmesser von 6-8mm auf. Der Heizwert von Pellets beträgt 4,9 Kilowattstunden pro Kilogramm. Das macht in etwa einen halben Liter Heizöl aus. Besonders der Preisvorteil ist hier wesentlich. Im Vergleich zu Öl und Gas sind Pellets relativ kostengünstig. Das BIZ schätzt, dass das Heizen mit Pellets aktuell nur 60% der Kosten verursacht, die beispielsweise für Erdgas anfallen.

Einzig die Anschaffungskosten der Pelletkessel- oder Brenner sind deutlich höher, als beispielsweise für Heizsysteme. Je nach Fördersystem muss für einen Pelletkessel zwischen 7.000 – 13.000 Euro gerechnet werden. Das BIZ hat ebenfalls die jährlichen Heizkosten errechnet. Für ein Einfamilienhaus betragen diese rund 2.650 Euro. Der Umstieg auf Pellets ist zu Gunsten der erneuerbaren Energien auf jeden Fall lohnenswert. Wenn die Pelletsheizung an die Zentralheizung angeschlossen wird, dann erhält man vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle je Kilowatt 55 Euro gefördert. Der Markt ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Gerade Bauherren bevorzugen das heizen mit Pellets.

Die einzelnen Heizungsmodelle

Die Pelletsheizung verfügt über eine automatische Zündung, welche die Verbrennung in Gang setzt. So entsteht durch eine digital elektronische Steuerung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Brennstoffmenge und Temperatur. So können ganz besonders geringe Abgaswerte erreicht werden. Eine Pelletsheizung gibt durchschnittlich nur ein Zehntel Kohlendioxid an die Natur ab, wie beispielsweise eine Stromheizung. Als Bauherr hat man im Grunde die Wahl zwischen Einzelöfen und Pellets-Zentralheizungen. Der Vorratsbehälter befindet sich meist seitlich am Ofen, auf diese Weise kann der Brennkessel von Hand befüllt werden. Sowohl ein Einzelofen, als auch eine Zentralheizung kann mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden.  Mittels einer Regelung setzt die Pelletsheizung dann automatisch ein, wenn die Sonne nicht ausreichend Energie liefern kann.

In Deutschland ist man aufgrund des geringen Marktes noch auf Importe aus anderen Ländern angewiesen. Dies soll sich jedoch schon bald ändern. Je mehr Nachfrage entsteht, umso dichter wird das Netz auch in Deutschland aufgebaut. Die Lagerung von Pellets beträgt rund doppelt so viel Raum, wie Heizöl. Die Lagerung selbst sollte also entsprechend im Voraus geplant werden.