Pelletpreise: 10 Prozent günstiger seit Oktober 2013

Die Preise für Holzpellets sind derzeit in Deutschland um rund zehn Prozent niedriger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat sind die Preise jedoch um 1,3 Prozent gestiegen. Auch in den Vorjahren war ein solcher Anstieg der Preise zum Beginn der Heizsaison zu verzeichnen. Aktuell beträgt der Durchschnittspreis 25.22 Cent pro Kilogramm, was einem Preis von 5,04 Cent pro Kilowattstunde Heizenergie entspricht.

Damit ist das Heizen mit Pellets derzeit um 30 Prozent günstiger als das Heizen mit Öl. Noch im Vormonat belief sich dieser Kostenvorteil auf 36 Prozent, ist aber nun infolge des Einbruchs des Weltmarktpreises für Öl erheblich geschrumpft. Nach wie vor weisen die Pelletpreise innerhalb Deutschlands ein moderates Nord-Süd-Gefälle auf. In Süddeutschland sind die Preise um rund drei Prozent niedriger als im Norden.

Der langfristige Trend zeigt bisher nach oben

Der Preisvorteil von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ist auch darauf zurückzuführen, dass die Preise 2013 ein Rekordniveau erreicht haben. Im Jahr 2009 betrug der der durchschnittliche Preis noch 22,3 Cent pro Kilogramm, 2010 stieg er auf 22,5 Cent, 2011 auf 23,16 Cent, 2012 auf 23,58 Cent und schließlich 2013 auf 27,3 Cent. Damit sind die Preise in den fünf Jahren seit 2009 um etwa 13 Prozent gestiegen.

Früh das Lager auffüllen!

Wer sich frühzeitig um die Pellets für den nächsten Winter kümmert, kann seine Heizkosten senken. In den Monaten von Mai bis Juli sind Pellets aufgrund der niedrigen Nachfrage besonders preisgünstig. Sparen lässt sich auch durch die Gründung von Einkaufsgemeinschaften, um größere Mengen ordern zu können. Allerdings hält sich dieser Effekt bei den üblicherweise erreichbaren Größenordnungen in Grenzen. Selbst bei Abnahme von sechs Tonnen beträgt der Preisvorteil derzeit weniger als ein Cent pro Kilogramm.

Weitere Strategie umstritten

Die weitere Preisentwicklung ist derzeit schwer prognostizierbar. Der außergewöhnliche Preissprung im Jahr 2013 war auch auf eine Verringerung des Holzeinschlags zurückzuführen. Die Bundesregierung plant nun, den jährlichen Einschlag von derzeit 75 Mio. Festmetern auf 100 Mio. zu erhöhen. Da derzeit etwa die Hälfte des gewonnenen Holzes direkt als Brennholz verwendet wird, stiege damit das Angebot deutlich an. Unumstritten ist diese Strategie nicht. Naturschützer haben grundsätzlich keine Einwände gegen das Heizen mit Holz, aber der Ausbau dieser Form der Gebäudeheizung erfolgt aus ihrer Sicht zu schnell. Die Nachfrage nach Brennholz steigt heute so schnell, dass immer mehr geschlagenes Holz sofort als Brennholz verfeuert werden muss. Üblich war früher die so genannte Kaskadennutzung, bei der Holz erst verbrannt wurde, wenn es beispielsweise als Möbelstück ausgedient hatte. Dazu bleibt heute angesichts der rasant steigenden Nachfrage keine Zeit mehr.

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