Holzweg auf Erfolgskurs: Heizen mit Pellets gefragt wie nie

Für die Pellet-Herstellung war das Jahr 2012 ein Rekordjahr. Ganze 2,2 Millionen Tonnen Holzpellets wurden im vergangenen Jahr in Deutschland produziert. Dem entsprechend sieht es auch mit der Hardware zur Nutzung, den Pelletfeuerungen, aus. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) meldet ein Plus von mehr als 40.000 fabrikneuen Pelletöfen und –heizungen. Das lässt die installierte Menge auf knapp 280.000 Pelletanlagen ansteigen.

Transparente und stabile Preisentwicklung bieten Sicherheit

Dabei ist der Aufwärtstrend aber nicht neu. Die letzten Jahre ging es mit der Pelletproduktion stetig bergauf. Der geschäftsführende Vorsitzende des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV), Martin Bentele, erklärt:

Eine hohe Qualität gepaart mit einer transparenten Preisentwicklung und einer breiten Verfügbarkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen verlässlichen Energieträger

Auch in Sachen Nachfrage und Rohstoff gäbe es noch eindeutiges Ausbaupotenzial. Der verlässliche heimische Energieträger Holz weist in den vergangenen zehn Jahren eine stabile Preisentwicklung auf. Die Preissteigerung für diesen Zeitraum beträgt gerade einmal 33 Prozent. Der fossile Energieträger Heizöl hingegen stieg um weit mehr als das Doppelte, nämlich um 145 Prozent! Betrachtet man Pellets und Heizöl im direkten Preisvergleich, liegen Pellets, im gesamten Jahr 2012, um etwa durchschnittlich 40 Prozent darunter.

Aus Reststoff wird Rohstoff

An etwa 60 deutschen Standorten werden Pellets hergestellt. Die Händler sorgen für eine sichere Versorgung. Die gute Basis hierfür bietet das mit Wald reich gesegnete Deutschland mit seiner breiten Sägewerkstruktur. Die kleinen Holzpresslinge werden aus Reststoffen der Sägewerke, Holzspan und –hackgut in ihre typische Form gepresst. Dabei hat sich eine Norm etabliert, ENplus. Sie sorgt für gleichbleibend gute Qualität in den Bereichen:

  • Herstellung
  • Lagerung
  • Handel

Die Lieferung kann bequem bis nach Hause ins Pellet-Reservoir erfolgen. Hierfür bietet sich die lose Form via Tankwagen an, wahlweise auch portioniert und abgepackt, als Sackware zu beziehen.

Der Aufwärtstrend soll anhalten

Der DEPV rechnet für 2013 und auch in den folgenden Jahren mit gleichbleibendem Zubau an Pelletheizungen. Der Zuwachs betrug im vergangenen Jahr circa 17 Prozent. Grundlage dafür bietet die hohe Pelletproduktion, wobei nur knapp 80 Prozent der deutschen Pellets auch hierzulande verbraucht werden. Der Rest wird ins Ausland exportiert.

Ein weiterer Grund für den anhaltenden Aufwärtstrend, könnten die guten Förderungen für das Heizen mit Pellets sein. Das BAFA und auch die KfW-Bank bieten interessante Programme zu guten Bedingungen für Heizungsmodernisierer. Die Investition in umweltfreundliche Heizungssysteme wird damit noch attraktiver und macht sich schneller bezahlt. Bentele (DEPV) geht deshalb für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Wachstum von 15 Prozent (jährlich) aus. Das bedeutete in der Summe, 47.000 neue Anlagen für das aktuelle Jahr.

Bildquelle: DEPV