Pelletheizung Förderung in 2016

Die energetische Modernisierung des Gebäudebestands verläuft noch immer schleppend. Deswegen wurde die Förderung des Umstiegs auf regenerative Energien für Bestandsgebäude im Jahr 2016 nochmals deutlich verbessert. Dagegen setzt der Gesetzgeber im Neubausegment weiterhin eher auf Zwang als auf finanzielle Anreize. Die Energieeinsparverordnung wurde 2016 nochmals verschärft, weswegen hier ohnehin kein Weg an erneuerbaren Energien vorbei führt. Abgesehen von der Förderung besonders effizienter Anlagen stehen hier nur zinsvergünstigte Kredite der KfW als Fördermittel zur Verfügung.

Deutlich verbesserte Förderung für den Heizungstausch

Wer seine alte Heizung durch eine Pelletheizung ersetzt, profitiert von der seit Anfang 2016 verbesserten Förderung mehrfach. Zunächst wurde die Basisförderung für Pelletheizungen mit einer Leistung von bis zu 37.5 Kilowatt auf 3000 Euro erhöht. Verfügt die Anlage über einen Pufferspeicher mit einer Größe von mindestens 30 Litern pro Kilowatt Leistung, werden zusätzlich 500 Euro als Basisförderung gewährt. Darüber hinaus wird der Austausch seit Januar 2016 auch über das „Austauschprogramm Energieeffizienz“ (APEE) gefördert. Dieses Programm setzt voraus, dass im Zuge des Austausches des Kessels auch die gesamte Heizungsanlage energetisch optimiert wird. Dazu zählen zum Beispiel die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs und die Anpassung der Vorlauftemperatur. Formal sind dies zusätzliche Anforderungen, in der Praxis werden diese Maßnahmen aber meist ohnehin durchgeführt. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, winken aus dem APEE 1200 Euro an zusätzlichen Fördermitteln. Diese setzen sich aus einer Investitionspauschale von 600 Euro sowie einem Zuschlag von 20 Prozent auf die Basisförderung von 3000 Euro zusammen.

Zusätzliche Förderung für besonders innovative Technologien

Besonders umweltfreundliche Pelletheizungen werden über die Innovationsförderung zusätzlich gefördert. Dies betrifft derzeit Pelletheizungen mit Brennwertkessel und solche mit Partikelabscheidern. Für diese Pelletheizungen steigt die Basisförderung auf 4500 Euro (ohne Pufferspeicher) beziehungsweise 5250 Euro (mit Pufferspeicher). Solche Anlagen werden auch in Neubauten gefördert, hier beträgt die Förderung 3000 beziehungsweise 3500 Euro. Wird eine bereits vorhandene Pelletheizung entsprechend nachgerüstet, kann ein Nachrüstbonus von 740 Euro beantragt werden.

Optimierungsbonus und Kombinationsbonus

Ein wenig kompliziert ist der Optimierungsbonus ausgestaltet, da er sich mit dem APEE überschneidet. Dieser wird gewährt, wenn im Zuge des Austauschs des alten Heizkessels gegen einen Pelletkessel auch weitere Komponenten modernisiert werden. Die Voraussetzungen für den Optimierungsbonus sind denen des APEE sehr ähnlich, weswegen beide Förderungen nicht kumulierbar sind. Der Optimierungsbonus beläuft sich auf zehn Prozent der Nettoinvestitionskosten, ist aber auf 50 Prozent der Basisförderung beschränkt. Die Kombination mit einer Wärmepumpe oder mit einer Solarthermieanlage wird jedoch weder über das APEE noch über den Optimierungsbonus gefördert, sondern über den Kombinationsbonus von 500 Euro.

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