Pelletheizung Förderung in 2015: Ein kurzer Überblick

Die 2015 in Kraft getretenen Verbesserungen der Förderung von Pelletheizungen verfolgen zwei Ziele. Einerseits soll selbstverständlich die Zahl der Pelletheizungen gesteigert werden. Dies wird durch eine deutliche Erhöhung der so genannten Basisförderung angestrebt, die für jede Anlage gewährt wird. Darüber hinaus wurde das Förderprogramm aber so erweitert, dass besonders energieeffiziente und besonders umweltfreundliche Technologien zusätzlich gefördert werden.

Anders als beispielsweise bei der Förderung der Photovoltaik, deren Höhe schon immer vom Stromertrag der Anlage abhing, wurden überdurchschnittlich leistungsfähige Pelletheizungen bislang nicht zusätzlich gefördert. Am deutlichsten zeigt sich diese neue Strategie in der Förderung von Pelletheizungen zur Erzeugung industrieller Prozesswärme, die erstmals eine ertragsabhängige Komponente enthält, die stark an die bekannte Einspeisevergütung für Solarstrom erinnert. Im Privathaushalt kann dieses Modell nicht angewandt werden, da die selbst erzeugte Wärme nirgends gemessen wird. Deswegen dienen hier technische Eigenschaften der Anlage als Förderkriterien.

Im Folgenden wird die Förderung eines Austauschs einer alten Heizung durch eine Pelletheizung beschrieben. Es sei an dieser Stelle nur kurz erwähnt, dass Neubauten zwar nach wie vor von der Basisförderung ausgeschlossen sind, aber erstmals in einigen der Bonusförderungen berücksichtigt werden.

Die Basisförderung

Jede Pelletheizung mit einem Pufferspeicher wird mindestens mit 3500 Euro gefördert, ohne Pufferspeicher beträgt die Basisförderung 3000 Euro. Die Basisförderung ist zwar an einige technische Voraussetzungen hinsichtlich des Wirkungsgrads und der Schadstoffemissionen geknüpft, diese stellen jedoch keine echte Hürde dar. Ähnlich wie die allgemeine Betriebszulassung für neue Automodelle wird auch die Förderfähigkeit eines Pelletkessels beim Hersteller überprüft und gilt dann für alle Kessel dieses Typs. Eine separate Prüfung vor Ort findet nicht statt.

Die Innovationsförderung

Bei Gasheizungen ist die so genannte Brennwerttechnik längst zum Standard geworden. Diese Technik erlaubt es, die in den Abgasen des Kessels enthaltene Wärme zu nutzen und so den Wirkungsgrad deutlich zu steigern. Inzwischen ist diese Technik auch für Pelletkessel verfügbar. Damit sie sich auch hier schnell durchsetzt, werden Brennwertkessel über die Innovationsförderung zusätzlich gefördert. Für Anlagen ohne Pufferspeicher steigt die Förderung dann auf 4500 Euro, für Anlagen mit Pufferspeicher auf 5250 Euro.

Energieeffizienz wird honoriert

Auch darüber hinaus honoriert die neue Förderung Maßnahmen, die der Verbesserung der Energieeffizienz dienen. So wird die Kombination einer Pelletheizung mit einer Solarthermieanlage mit einem Kombinationsbonus von 500 Euro honoriert, der zusätzlich zu den Einzelförderungen gewährt wird. Außerdem wird ein Zuschlag von maximal 50 Prozent auf die Basisförderung für Pelletheizungen in Effizienzhäusern gezahlt. Darüber hinaus können auch andere Einzelmaßnahmen gefördert werden. Dazu zählt zum Beispiel der Austausch eines zu kleinen Heizkörpers in einem Raum, wenn durch den Austausch die erforderliche Temperatur des Heizwassers (Vorlauftemperatur) gesenkt werden kann.

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