Umrüstung einer alten Öl- oder Gasheizung auf Pellets

Statt eine alte fossile Heizung komplett auszutauschen, werben einige Anbieter dafür, lediglich den Brenner gegen einen Pellet-Brenner auszutauschen. Solche Lösungen werden von verschiedenen Herstellern angeboten, allerdings sind in Deutschland nur wenige solcher umgerüsteten Anlagen in Betrieb.

Niedrige Kosten

Die Vorteile einer solchen Nachrüstung liegen auf der Hand. Die Umrüstung kann in wenigen Stunden vorgenommen werden und die Gesamtkosten inklusive eines Pelletlagers und einer Förderschnecke liegen typischerweise nur zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Angesichts dessen verwundern die von den Herstellern angegeben niedrigen Absatzzahlen. Selbst der Marktführer Nordland hat nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher weltweit nur wenig mehr als 1.000 Nachrüstsätze verkauft.

Die Sache hat einige Haken

Das wirft natürlich die Frage auf, warum kaum jemand sich für diese Variante entscheidet. Der „Bund der Energieverbraucher“ weiß die Antwort: Die Möglichkeit des Nachrüstens ist „ist hierzulande leider noch kaum bekannt“. Brenner raus, Brenner rein – so einfach geht das? Leider nein. Erstens haben Pellets einen deutlich niedrigeren Energiegehalt pro Volumeneinheit, weswegen deutlich mehr Platz für den Brenner benötigt wird. Zweitens sehen Öl- oder Gaskessel keine Abführung von Asche vor. Deswegen ist regelmäßiges Schrubben angesagt, ansonsten schaltet der Brenner wegen Überhitzung ab. Drittens ist die Abgastemperatur von Pelletheizungen sehr viel niedriger. Wenn ein Betrieb mit dem bisherigen Kamin und den bisherigen Abgasrohren überhaupt zulässig ist – was längst nicht immer der Fall ist – leidet die Effizienz unter der für zu hohe Temperaturen ausgelegten Abgasabführung.

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