Stiftung Warentest: Pelletkessel liegen beim Klimaschutz vorn

In ihrer Ausgabe test 6/12 bescheinigt die Stiftung Warentest der Pelletheizung den umweltfreundlichsten Effekt aller Heizungsarten in ungedämmten Häusern. Darüber hinaus liegen Pelletheizungen auch bei den Kosten am niedrigsten. Wenn alte Heiztechnik ausgetauscht werden muss, sei diese Heiztechnik die beste Alternative.

Pelletheizungen mit den geringsten Kohlendioxid-Emissionswerten

Selbst Technologien wie die Wärmepumpe, Mikro-Heizkraftwerk, Öl- oder Gas-Brenntwertkessel können im Vergleich nicht mit einem Pelletkessel mithalten. Eine entsprechende Heizung spart am meisten an der Emission des Klimakillers Kohlendioxid - und das mit deutlichem Abstand. Während die Pelletheizung bei ungedämmten Häusern jährlich gerade einmal 12 Kilogramm Kohlendioxid pro Quadratmeter freisetzt, sind es selbst bei der modernsten Ölheizung noch über 60 Kilogramm. Auch die anderen aufgeführten Heizungsarten liegen fast vier- bis fünfmal über dem Wert der Pelletheizung. Ein ähnliches Ergebnis liefert auch der Vergleich für gut gedämmte Häuser. Zudem hat der Brennstoff als nachwachsender Rohstoff eine klimaneutrale Bilanz. Die Verarbeitung zu kleinen Presslingen schafft einen Heizwert, der nah an den von Kohle herankommt. Mit einem großen Reservoir des Rohstoffs in Deutschland, seiner Verarbeitung in der unmittelbaren Umgebung und den kurzen Wegen zu den Verbrauchern bleiben auch die so genannten Transport-Emissionen im niedrigen Bereich.

Bildquelle: DEPI, Berlin

Pellets - nicht nur klimafreundlich, sondern auch preiswert

Pellets sind das ganze Jahr über verfügbar und unterliegen nicht den deutlichen Schwankungen, wie sie für den Öl- oder den Gaspreis charakteristisch sind. So sind Pellets im Durchschnitt 45 % günstiger als Öl und ca. 30 % günstiger als Gas. Auch die Heizungsart "Pellet" kann mit den besten wirtschaftlichen Werten aufwarten. Sie bewirkt einen jährlichen Kostenfaktor für den Wärmebedarf von ungedämmten Häusern in Höhe von 31 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche. Das ist der beste Wert aller Heizungsarten. Auch bei gut gedämmten Häusern liegt die Pelletheizung mit vorn. Hier sind lediglich die Gas-Brennwert-Technologie und das Mikro-Heizkraftwerk ebenbürtig. Verglichen wurden die Heizungsarten jeweils in Kombination mit einer Solaranlage. Diese Verbindung ist generell ein weiterer Ersparnisfaktor bei den Heizkosten.

Pelletheizung - Förderung durch das BAfA

All diese Vorzüge der Pelletheizung haben dazu geführt, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auch 2012 den Einbau von Pelletheizungen unterstützt. Für eine Pelletheizung in der Kapazität von 5 bis 100 kW ohne Pufferspeicher gibt es eine Basisförderung von mindestens 2.000 Euro oder 36 Euro auf jedes Kilowatt Nennleistung. Mit Pufferspeicher beträgt die Förderung sogar noch mindestens 500 Euro mehr. In Kombination mit einer Solaranlage erhöht sich die Förderung weiter, z.B. auf knapp 4.000 Euro für 15 KW und 11 Quadratmeter Kollektorfläche. Auch die Förderung ist ein finanzieller Anreiz für die Modernisierung der alten Heizung. Vom Fachschriften-Verlag gibt es in der Rubrik Haustechnik weitere Informationen zur Heizungsmodernisierung und Renovierung.