Ratgeber „Bioenergie in Regionen“ – Bioenergie gewinnt Land

Pioniere begeistern! Und wenn Projekte gelingen, finden sie Nachahmer. Genau dabei unterstützt der Ratgeber „Bioenergie in Regionen“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Das Handbuch unterstützt Regionen und Akteure beim Aufbau von Bioenergie-Regionen mit Praxisbeispielen und anschaulichen Handlungsmöglichkeiten. Die Basis für den Ratgeber lieferten die 25 Gewinner des Bundeswettbewerbs „Bioenergie-Regionen“. Über einen Zeitraum von drei Jahren (2009 – 2012) sammelten die ganz unterschiedlichen Regionen mit ihren ganz unterschiedlichen Voraussetzungen Erfahrungen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Strategien. Der Ratgeber „Bioenergie in Regionen“ zeigt anhand der aufbereiteten Erkenntnisse, dass und vor allem wie die verstärkte Nutzung und Mobilisierung von Bioenergie in Gemeinden und Regionen erfolgreich gedeihen kann. Besondere Beachtung legten die Autoren des Ratgebers dabei auf die Punkte Technik und Ökonomie der Bioenergienutzung, wie auch auf Prozesse und regionale Effekte.

Zusammenspiel macht stark

Die nachhaltigen Konzepte und Strategien des Ratgebers beachten dabei gegebene wirtschaftliche Faktoren, Soziales und Umwelt. Die Bioenergie soll verstärkt Beachtung finden und ihr Potenzial optimal entwickeln können, ohne dabei bestehenden, gut funktionierenden Strukturen zu schaden. Die so entstandenen Strukturen und Netzwerke:

  • steigern die Wertschöpfung
  • sorgen für zukunftssichere Arbeitsplätze
  • bieten Leistungs- und Versorgungssicherheit

Die Energiewende braucht Bioenergie

Bioenergie nimmt einen großen Stellenwert in der dezentralen Energieversorgung ein, sie bedient die Energiewende mit drei Energieformen:

  • Elektrische Energie
  • Wärme
  • Kraftstoff

Bioenergie ist vielseitig nutzbar und zudem auch noch gut kombinierbar mit anderen regenerativen Energiequellen. Für die erfolgreiche Energiewende ist sie unabkömmlich. Bioenergie weiter zu fördern und Netzwerke auch im ländlichen Raum zu etablieren ist eine wichtige Aufgabe. Die Energiequellen bestehen hauptsächlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese unterteilen sich in die Aggregatszustände gasförmig, flüssig und fest. Bei den Feststoffen nimmt Holz eine große Bedeutung ein. Deutschland ist reich an Waldflächen und einer gut laufenden Holzindustrie. Als nachwachsender, heimischer Energieträger ist Holz günstiger als herkömmliche Brennstoffe und wirkt CO²-neutral. Für die Wärmeerzeugung im Privatbereich bieten sich Pellets besonders an. Holzpellets werden zum Großteil aus Abfällen der holzverarbeitenden Industrie hergestellt. Nach den USA und Kanada belegt Deutschland übrigens den dritten Platz in der Pellet-Produktion. Gemessen am Vorjahr steigerte Deutschland 2012 seine Pellet-Produktion sogar um 25 Prozent.

Bioenergie-Regionen werden weiter gefördert

Mit dem Aktionsprogramm „Energie für Morgen – Chancen für ländliche Räume“ fördert das BMELV Bioenergie-Regionen bereits in der zweiten Phase (2012 bis 2015). Die Akteure konzentrieren sich nun auf die Fortführung und Entwicklung der Ziele aus der ersten Förderphase:

  • gezielte Steigerung regionaler Wertschöpfung
  • Optimierung und Effizienzsteigerung der Stoffströme
  • Gezielter Wissenstransfer der Partner-Regionen

Die bereits vorhandenen und funktionierenden Netzwerke sollen weiter ausgebaut werden. Wie auch in der ersten Förderphase soll der nachhaltige Ausbau von Bioenergie auch neue Arbeitsplätze schaffen.

Bildquelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.