phanTECHNIKUM heizt mit sauberer Energie aus Holzpellets

Im phanTECHNIKUM in Wismar wurde eine Pelletheizung mit einer Leistung von 200 Kilowatt in Betrieb genommen. Das phanTECHNIKUM präsentiert auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern eine Ausstellung zur Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns, Eröffnungstermin ist der 1. Dezember 2012. Durch die Installation der Pelletheizung sollen nicht nur Heizkosten in beträchtlicher Höhe eingespart werden, es soll auch ein Beitrag zur Popularisierung dieser Heizungsvariante geleistet werden. Die Pelletheizung wird selbst Teil der Ausstellung sein und kann von Besuchern besichtigt werden.

Klimaneutrale Heizung

Eine Pelletheizung emittiert zwar in erheblichem Umfang CO2, aber eben nur so viel, wie beim Aufwuchs der Bäume zuvor gebunden wurde. Daher ist eine Pelletheizung als klimaneutral einzustufen, sofern sichergestellt ist, dass das Holz aus nachwachsenden Beständen stammt. In diesem Fall wir die Ausnutzung der Nutzholzbestände sogar deutlich verbessert, da Pellets auch aus Holzabfällen gepresst werden können, die anderweitig kaum verwendbar wären. Maßgeblich wird die Ökobilanz auch dadurch verbessert, dass Pelletheizung einen hohen Wirkungsgrad aufweisen. Auch die Herstellung der Pellets beeinträchtigt die Umweltbilanz nur geringfügig. Nur etwa drei Prozent des nutzbaren Energiegehalts des Holzes werden zur Herstellung der Pellets aufgewandt.

Pelletheizungen eignen sich besonders gut für öffentliche Gebäude

Das liegt auch daran, dass hier der einzige wirkliche Nachteil einer Pelletheizung meist nur eine untergeordnete Rolle spielt: Pelletheizungen benötigen relativ viel Platz. Der Energiegehalt der Pellets pro Kubikmeter deutlich geringer ist als beispielsweise der von Heizöl. Für die Lagerung der Pellets wird also mehr Platz benötigt. Auch die Förderschnecke, mit der die Pellets zum Brennkessel transportiert werden, benötigt zusätzlichen Platz. In einigen Einfamilienhäusern kann die Installation einer Pelletheizung daran scheitern, in großen öffentlichen Gebäuden stellt das im Regelfall kein Problem dar. Der hohe Energiebedarf öffentlicher Gebäude führt außerdem dazu, dass sich die Investition schneller amortisiert. Im phanTECHNIKUM können beispielsweise jährlich etwa 15.000 Euro Heizkosten eingespart werden.

Pelletheizungen in Einfamilienhäusern

Es ist das erklärte Ziel des phanTECHNIKUMs, zur Verbreitung von Pelletheizungen beizutragen. Nicht umsonst haben ortsansässige Pellethersteller die Anschaffung dieser prestigeträchtigen Anlage unterstützt, sie hoffen auch auf den Werbeeffekt. Die Anschaffungskosten einer solchen Heizung sind vergleichsweise hoch. Eine Pelletheizung kostet in etwa das Doppelte einer Ölheizung, spart dafür aber rund die Hälfte der Heizkosten ein. Der große Vorteil gegenüber einer Solaranlage besteht darin, dass eine Pelletheizung vollkommen unabhängig von Öl oder Gas macht. Im Gegensatz zur Sonne sind Pellets jedoch nicht umsonst zu haben, weswegen Pelletheizungen auch mit Solaranlagen kombiniert werden.

Bildquelle: German Pellets