Das wohl & warm Zimmer – Öffentlichkeitsarbeit einmal ganz anders

Hinter der Bezeichnung wohl & warm verbirgt sich ein Markenname, unter dem Holzpellets vertrieben werden. Das Unternehmen hat eine originelle Aktion initiiert, um Aufmerksamkeit für die Holzpellets zu gewinnen: In Kehl wurde ein komplettes Wohnzimmer aus Holzpellets nachgebaut, inklusive der Einrichtungsgegenstände und der Zimmerdekoration. Das wohl & warm Zimmer ist als reines Kunstobjekt konzipiert und nicht zur tatsächlichen Nutzung bestimmt, aber die Initiatoren nutzen die Gelegenheit, auf andere eher unbekannte Anwendungsmöglichkeiten von Holzpellets hinzuweisen: Wer die Menge der verbauten Pellets gut schätzt, kann einen Holzpellet-Grill gewinnen!

Unterstützung für „Plant for the Planet“

Mit der Aktion soll auch auf die Aktion Plant for the Planet aufmerksam gemacht werden. Dabei handelt es sich um ein im Jahr 2007 von einem Schüler ins Leben gerufenes Umweltschutzprojekt. Vorgesehen ist, dass Schüler in jedem Land der Erde eine Millionen Bäume pflanzen. Damit soll zum Gelingen des von der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai gestarteten „One Billion Trees Project“ beigetragen werden. Das Ziel, weltweit milliarden Bäume zu pflanzen, schien ehrgeizig, wurde aber bereits deutlich übertroffen. Bis heute sind mehr als drei Milliarden Bäume gepflanzt worden, und das Projekt läuft nach wie vor erfolgreich weiter. Auch das Schülerprojekt Plant for the Planet verläuft erfolgreich. In Deutschland und zahlreichen anderen Ländern wurde die angestrebte Zahl von einer Millionen von Schülern gepflanzten Bäumen schon übertroffen.

Holzpellets können zur Energiewende beitragen

Wenn es den Initiatoren des wohl & warm Zimmers gelingt, den Holzpellets zu ein wenig mehr medialer Beachtung zu verhelfen, wäre das zu begrüßen. Pelletheizungen spielen in der aktuellen Diskussion kaum eine Rolle, obwohl sie erhebliche Vorteile aufweisen. Pelletheizungen haben einen sehr hohen Wirkungsgrad, der Brennstoff ist um etwa 40 Prozent günstiger als Öl und auch der Energiebedarf zur Herstellung der Pellets ist erheblich geringer als bei fossilen Brennstoffen. Gegenwärtig kann der Holzbedarf noch vollständig aus Abfällen gedeckt werden, die bei der Holzverarbeitung anfallen. Nur wenig mehr als 60 Prozent eines Baumes können zu Nutzholz verarbeitet werden, der Rest fällt in Form von Sägespänen und Hackschnitzeln als Abfall an, der zu Pellets gepresst werden kann. Nicht zu unrecht wird daher auf der Website darauf verwiesen, dass für Holzpellets kein einziger Baum gefällt werden muss.