Wie sicher sind Pelletheizungen?

Pelletheizungen bergen keine speziellen Sicherheitsrisiken. Im Gegenteil, Pellets sind deutlich ungefährlicher als Öl oder Gas, weswegen die potenziellen Risiken einer Pelletheizung sogar niedriger sind als die einer herkömmlichen Heizung.

Lagerung der Pellets

Die Sicherheitsanforderungen an ein Pelletlager sind deutlich niedriger als die Anforderungen an einen Gas- oder Öltank. Gastanks müssen beispielsweise zuverlässig gegen Explosionsgefahren geschützt werden, bei einem Öltank kann das bloße Auslaufen des Öls schon erhebliche Schäden verursachen. Pellets müssen dagegen nicht in hermetisch abgeschlossenen Behältern gelagert werden, sondern können im Keller offen gelagert werden. Eine mögliche Gefahrenquelle besteht darin, dass beim natürlichen Zersetzungsprozess giftiges Kohlenmonoxid entstehen kann. Die Details des Verwesungsprozesses sind noch nicht genau bekannt, aber offensichtlich läuft er anders ab, als dies bei Naturholz geschieht. Das überrascht nicht, weil Holz für die Herstellung von Pellets zu feinem Mehl zerrieben und anschließend unter hohem Druck gepresst wird. Die innere Struktur des Naturholzes wird dabei zerstört, auf mikroskopischer Ebene sind Pellets und Holz zwei grundverschiedene Materialien. In Privathaushalten ist es bislang jedoch zu keinen Giftgasunfällen gekommen. Ein bekannt gewordener Todesfall durch eine Kohlenmonoxidvergiftung trug sich in einem Lager mit einem Fassungsvermögen von 150 Tonnen und unzureichender Belüftung zu. Kleine private Lager stellen keine Gefahr dar, allerdings sollte der Lagerraum über eine ausreichende Frischluftzufuhr verfügen. Vor dem Betreten des Lagerraums sollte dieser kurz durchlüftet werden. Und selbstverständlich sind Lagerräume nicht zum dauerhaften Aufenthalt oder gar als Spielplatz für Kinder geeignet.

Rückbrandsicherung

Die Zufuhr von Pellets aus dem Lager in den Heizkessel erfolgt bei modernen Pelletheizungen automatisch. Daher sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit das Feuer sich nicht entlang des Transportwegs aus dem Kessel ins Lager ausbreiten kann. Jede Pelletheizung verfügt zu diesem Zweck über eine Rückbrandsicherung, die genau das verhindert. Es kommen unterschiedliche Mechanismen zum Einsatz. Bewährt hat sich ein relativ einfaches Schleusenprinzip. Die Pellets fallen dabei zunächst in einen kleinen Behälter und von dort aus in den Kessel. Die Schleusen dieses Behälters zum Kessel und zum Lager auf beiden Seiten sind niemals gleichzeitig offen, weswegen zu keinem Zeitpunkt eine direkte Verbindung zwischen dem Heizkessel und dem Lager besteht.

Allgemeine Sicherheitsrisiken

In einem Heizkessel herrschen hohe Temperaturen, durch die Verbrennung entstehen darüber hinaus gefährliche Gase. Darin liegt eine Art von „Grundgefährdung“, die jede Heizung aufweist, vollkommen unabhängig vom eingesetzten Brennstoff. Der Kamin muss daher jederzeit einen freien Abzug der schädlichen Gase ermöglichen. Selbstverständlich müssen auch die Notabschaltungssysteme regelmäßig im Rahmen der Wartung überprüft werden. All das sind jedoch Probleme der allgemeinen Heizungstechnik, keine speziellen Sicherheitsrisiken von Pelletheizungen.

Der sicherste Brennstoff

Anders als Gas und Öl verursachen Pellets keine speziellen Transport- und Lagerrisiken. Verglichen mit einer herkömmlichen Heizung besteht das einzige ernstzunehmende zusätzliche Risiko darin, dass bei der Lagerung Kohlenmonoxid-Gas entstehen kann. Die Mengen sind allerdings so gering, dass bereits die normale Belüftung von Kellerräumen ausreicht, um alle Gefahren auszuschließen. Insgesamt betrachtet, kann durch einfache Vorkehrungen der sichere Betrieb der Pelletheizung gewährleistet werden.

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