Was muss bei der Bestellung von Pellets beachtet werden?

Einer der großen Vorteile von Pellets gegenüber beispielsweise Heizöl besteht darin, dass Transport und Lagerung weder mit Umwelt- noch mit Sicherheitsrisiken behaftet sind. Im Wesentlichen sind daher die üblichen Regeln preisbewussten Einkaufens zu beachten.

Bestellmengen und idealer Zeitpunkt der Bestellung

Bildquelle: H. Raab CC BY-SA 3.0

Holz wird ganzjährig geschlagen, die Produktion der Pellets weist also keinen nennenswerten saisonalen Schwankungen auf. Der Verbrauch konzentriert sich jedoch im Wesentlichen auf die Heizperiode. Die Mehrzahl der Verbraucher kauft Pellets erfahrungsgemäß kurz vor Beginn der Heizperiode, weswegen die Nachfrage und damit auch der Preis dann alljährlich steigen. Nichts spricht dagegen, den Vorrat bereits am Ende der Heizperiode aufzufüllen. Eine allzu lange Lagerzeit schadet den Pellets zwar, weil sie im Laufe der Zeit Wasser aufnehmen, aber dabei geht es eher um Zeiträume von mehreren Jahren. Einige Monate zusätzliche Lagerung bereiten keine Probleme. Auch größere Bestellmengen wirken sich positiv auf den Preis aus, idealerweise kann die Bestellung sogar mit Nachbarn koordiniert werden. Der Transport der Pellets ist mit relativ hohen Kosten verbunden, weil für die gleiche Menge an Heizenergie ein deutlich größeres Volumen benötigt wird als bei Heizöl. Diese hohen Transportkosten sorgen dafür, dass größere Bestellmengen meist deutlich günstiger sind. Die meisten Lieferanten setzen daher auch eine Mindestbestellmenge voraus.

Reinigung von Lager und Transportvorrichtung

Zum Zeitpunkt der Bestellung ist das eigene Lager meist relativ leer, weswegen dies der geeignete Zeitpunkt für die Reinigung ist. Wenngleich Pellets keine toxischen Ablagerungen hinterlassen, ist dennoch ein Mindestmaß an Vorsicht geboten. Der Abrieb der Pellets ist sehr fein, der beim Reinigen aufgewirbelte Holzstaub kann in die Atemwege und die Lunge eindringen. Eine einfache Staubmaske schafft hier allerdings Abhilfe. Unterlassen sollte man die Reinigung der Pelletheizung und des Lagers jedoch nicht. Die feinen Ablagerungen haften ansonsten an den Pellets an und können auf Dauer die Transportvorrichtung schädigen.

Qualitätsunterschiede

Pellets für den nicht-industriellen Einsatz müssen die Norm DIN EN 14961-2 erfüllen. Zumindest das muss der Hersteller garantieren. Dennoch gibt es Qualitätsunterschiede, die teilweise sogar mit einfachen Mitteln festgestellt werden können. Zunächst gilt die einfache Regel „je heller, desto besser“. Eine dunkle Farbe der Pellets weist auf einen hohen Anteil an Rinde oder sonstigen Fremdbestandteilen hin, der Heizwert leidet darunter. Ein einfacher Trick zur Qualitätskontrolle besteht darin, einige Pellets in ein Glas Wasser zu werfen. Pellets sind gepresst und damit schwerer als Holz, sie sinken. Quellen die Pellets innerhalb von fünf Minuten merklich auf, deutet das auf eine schlechte Qualität hin. Dasselbe gilt, wenn das Wasser sich verfärbt und nicht recht schnell wieder klar wird.

Preis und Qualität entscheiden

Dass beim Kauf der Preis und die Qualität zu beachten sind, ist eine wenig originelle Feststellung, die eigentlich für jeden Einkauf gilt. Der Pelletspreis unterliegt jedoch deutlichen saisonalen Schwankungen und sollte daher ständig im Auge behalten werden. Zu beachten ist auch, dass Pellets keine kleinen Naturholzstücke sind, sondern in einem Pressverfahren aus Sägemehl hergestellt werden. Daher können sie deutliche produktionsbedingte Qualitätsunterschiede aufweisen.

Neuen Kommentar schreiben

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.