Aus welchen Komponenten besteht eine Pelletheizung?

Die wichtigsten Komponenten der Pelletheizung sind die Brennkammer und das Transportsystem, das die Pellets aus dem Lager in die Brennkammer befördert. Daneben wird auch eine elektronische Steuerung benötigt, um die Leistung ständig dem aktuellen Bedarf anzupassen.

Der Heizungskessel

Das zentrale Element jeder Pelletheizung ist der Heizkessel. Dessen wichtigste Komponente ist die eigentliche Brennkammer, in der die Pellets verbrannt werden. Weitere Bestandteile sind ein Vorratsbehälter zur kurzzeitigen Zwischenlagerung der Pellets sowie ein oder mehrere Wärmetauscher, um die Wärme abzutransportieren. Daneben sind Mechanismen zur Reinigung sowie eine gute Wärmeisolierung erforderlich. Im Detail unterscheiden sich die Kessel erheblich. So kommen beispielsweise verschiedene Verfahren zum Einsatz, um die Pellets in der Brennkammer zu entzünden. In einigen Modellen wird eine ständig glimmende Glut per Unterfeuerung kontinuierlich mit einem Nachschub an Pellets versorgt. In anderen Modellen werden die Pellets durch ein Heißluftgebläse entzündet. Anders als Gas oder Öl hinterlassen Pellets bei der Verbrennung eine aschehaltige Schlacke, die spezielle Reinigungsverfahren erfordert. Auch hier hängen die Details stark vom Modell ab. Moderne Modelle verfügen über eine automatische Reinigung des Brennrostes. Der eigentliche Aschebehälter muss jedoch manuell gereinigt werden. Wie oft das erforderlich ist, hängt nicht nur von der Größe des Behälters ab. Einige Kessel enthalten Vorrichtungen, um die Asche vor der Ablagerung im Aschebehälter zu komprimieren, wodurch die Reinigungsintervalle deutlich verlängert werden.

Bildquelle: GUNTAMATIC Heiztechnik GmbH unterCC BY-SA 3.0

Einige kurze Anmerkungen zur Brennwerttechnologie

Mittlerweile sind auch für Pelletheizungen Brennwertkessel verfügbar. Eine allgemeine Empfehlung für oder gegen diese Technologie kann nicht ausgesprochen werden. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Brennwerttechnik sich bei einer Pelletheizung weniger stark auszahlt als bei einer Gas- oder Ölheizung. Das liegt zunächst einfach daran, dass der Brennstoff billiger ist und die Einsparungen daher geringer ausfallen. Auch das Öko-Argument greift hier nicht. Die CO2-Bilanz einer Pelletheizung ist ausgeglichen, weil der nachwachsende Rohstoff einen geschlossenen CO2-Kreislauf bildet. Eine Pelletheizung ist daher mit oder ohne Brennwerttechnik klimaneutral. Als problematisch erweist sich auch, dass der kondensierende Wasserdampf in einer Pelletheizung Schadstoffe enthält, die eine ständige Reinigung und Entsorgung über das Abwassersystem erfordern. Die Abgase einer Pelletheizung mit Brennwerttechnik enthalten also in der Tat weniger Schadstoffe, aber das Problem wird lediglich aus der Luft ins Abwassersystem verlagert. Eher praktischer Natur ist ein weiteres potenzielles Problem: Brennwertkessel erfordern eine niedrige Rücklauftemperatur. Pelletkessel ersetzen in der Praxis aber oft alte Ölkessel in Heizungsanlagen, die eine hohe Rücklauftemperatur erfordern.

Der Transportmechanismus

Die Pellets werden in modernen Anlagen automatisch vom Lager zum Kessel transportiert. Wie dies optimal zu bewerkstelligen ist, hängt primär von der räumlichen Anordnung ab. Für kurze Entfernungen von nicht mehr als zwei bis drei Metern bieten sich einfache Förderschnecken an. Sind größere Entfernungen zu überbrücken, kommen meist Gebläse zum Einsatz, weil diese deutlich günstiger sind als Kombination aus mehreren hintereinander montierten Transportschnecken. Auch der Platzbedarf ist deutlich niedriger.

Die Wahl des Kessels ist entscheidend

Die wichtigste Entscheidung bei der Auswahl der Pelletheizung ist die über den Kessel. Dieser sollte die passende Größe aufweisen, da eine Pelletheizung unter Volllast besonders effektiv arbeitet. Zu beachten ist auch der ständige Reinigungs- und Wartungsbedarf, der sich bei den einzelnen Modellen deutlich unterscheiden kann.

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