Lohnt sich die Kombination einer Pelletheizung mit einer Solarthermieanlage?

Eine Solarthermieanlage muss immer mit einer herkömmlichen Heizung kombiniert werden, die im Winter die fehlende Wärme liefert. Grundsätzlich kommt jede regelbare Heizung dafür in Betracht, also auch eine Pelletheizung. Wirtschaftlich rechnet sich diese Kombination nicht zuletzt auch deswegen, weil Kombinationen mehrerer umweltfreundlicher Technologien besonders gefördert werden.

Eine automatische oder halbautomatische Pelletheizung wird benötigt

Darunter fallen nahezu alle Pelletheizungen, weswegen diese Aussage auch andersherum formuliert werden kann: Die Kombination von Solarthermie und Pelletheizung ist immer möglich, wenn es sich bei der Pelletheizung nicht um einen Kaminofen handelt. Die Kopplung beider Heizungen erfolgt über den Wärmespeicher. Dessen Temperatur wird ständig überwacht und eine automatische Steuerung sorgt dafür, dass die Pelletheizung anspringt, wenn die Solarthermieanlage nicht genügend Wärme liefert. Deswegen können die Systeme nur dann sinnvoll gekoppelt werden, wenn auch die Pelletheizung mit dem Wärmespeicher der Solaranlage verbunden ist. Abgesehen von Pellet-Kaminöfen ist das bei allen Pelletheizungen der Fall.

Wirtschaftliche Betrachtungen und staatliche Förderung

Der grundsätzliche Vergleich zwischen einer Pelletheizung einerseits und einer Gas- oder Ölheizung andererseits fällt so aus: Die Pelletheizung ist in der Anschaffung deutlich teurer, dafür sind Brennstoffkosten deutlich niedriger. Wenngleich die Preisentwicklung fossiler Rohstoffe für die gesamte Lebensdauer der Heizung heute nicht prognostizierbar ist, spricht doch vieles dafür, dass Pellets auch in Zukunft der mit Abstand billigste der drei Brennstoffe sein werden. Durch die Kombination mit einer Solarthermieanlage sinkt der Holzpellets-Verbrauch an Brennstoffen typischerweise um etwa 30 bis 55 Prozent, abhängig von der Dimensionierung der Solarthermieanlage. Wenn beispielsweise durch die Solarthermieanlage der Energieverbrauch um die Hälfte sinkt, dauert es doppelt so lange, bis sich die höheren Anschaffungskosten amortisiert haben. (Vergleichsmaßstab ist hier die Kombination einer Solaranlage mit einer fossilen Heizung.) Dies wird teilweise durch den so genannten Kombinationsbonus ausgeglichen. Werden die Solaranlage und die Pelletheizung gleichzeitig installiert, wird nicht nur die staatliche Förderung für beide Einzelsysteme gewährt, sondern auch ein Kombinationsbonus. Grundsätzlich ist aber zu bedenken, dass eine private Solarthermieanlage nie ein Renditeobjekt ist. Der primäre Nutzen ist ökologischer Art, nicht ökonomischer.

Ökologisch unschlagbar

Aus ökologischer Sicht ist die Kombination aus Solarthermie und Pelletheizung unschlagbar. Die gesamte Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung wird CO2-neutral erzeugt, da die Pellets aus nachwachsenden Holzbeständen stammen, deren CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus ausgeglichen ist. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang auch, dass Pellets aus Abfällen der Holzwirtschaft gepresst werden, also keine Bäume für die Herstellung der Pellets gefällt werden müssen.

Ein kostenneutraler Beitrag zum Klimaschutz

Die wirtschaftliche Gesamtbilanz einer Kombination aus einer Pelletheizung und einer Solarthermieanlage fällt in etwa neutral aus. Die eingesparten Heizkosten liegen in der Größenordnung der zusätzlichen Anschaffungskosten, verglichen mit beispielsweise einer reinen Gasheizung. Ökologisch stellt diese Kombination die optimale Lösung dar, da die CO2-Emissionen der Wärmeversorgung des Gebäudes praktisch auf null sinken.

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