Welche Pellets sind empfehlenswert?

Nirgends in Europa werden mehr Pellets produziert als in Deutschland, im Jahr 2011 betrug die Gesamtmenge knapp 2 Millionen Tonnen. Diese entfielen auf etwa 60 Hersteller. Nicht alle Hersteller produzieren Pellets für den privaten Gebrauch, einige Hersteller stellen ausschließlich Holzpellets für die industrielle Nutzung her.

Eine kurze Marktübersicht

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die ständige Verfügbarkeit von Pellets ist sichergestellt, es drohen keine Lieferengpässe. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland etwa 180.000 Pelletheizungen betrieben, der typische Verbrauch in einem Einfamilienhaus liegt bei etwa vier Tonnen pro Jahr. Die Produktionskapazität in Deutschland ist deutlich höher als die etwa 2 Millionen tatsächlich produzierten Tonnen, da nicht alle Pelletpressen voll ausgelastet sind. Schon eine überschlägige Rechnung zeigt, dass dies mehr als ausreichend ist. Hinzu kommt, dass auch Hersteller aus den Nachbarländern auf den deutschen Markt drängen. Wichtige Hersteller von Pellets für Heizungen in Privathäusern sind beispielsweise die juwi Bio GmbH, die BioPell GmbH und die PowerPellets Vertriebs GmbH. Gegenwärtig scheint der Markt weitgehend gesättigt zu sein, Neugründungen von Unternehmen sind selten. Zur Herstellung von Pellets werden meist Abfälle des holzverarbeitenden Gewerbes genutzt, weswegen die Pressen oft an solche Betriebe angegliedert sind.

Qualitätsunterschiede

Die minimalen Qualitätsstandards sind in den einschlägigen DIN Normen festgeschrieben, allerdings erlauben diese in einigen Punkten gewisse Toleranzen. Für den Wassergehalt ist lediglich eine Obergrenze von 12 Prozent vorgeschrieben, einige Hersteller garantieren freiwillig einen niedrigeren Anteil von Wasser. Ein weiteres Qualitätsmerkmal verbirgt sich hinter dem etwas unhandlichen Begriff „Ascheerweichungstemperatur“. Diese gibt an, bei welcher Temperatur die Asche der Pellets flüssig wird. Das eigentliche Problem ist dabei nicht die Verflüssigung, sondern die anschließende Erstarrung, wenn der Heizkessel wieder abkühlt. Dabei entstehen Ablagerungen an den Innenwänden des Heizkessels, die langfristig Schäden verursachen können. Eine hohe Ascheerweichungstemperatur ist daher vorteilhaft, ein guter Wert sind 1300 Grad. Zu beachten ist, dass ausländische Hersteller nicht an die deutschen Qualitätsnormen gebunden sind. Die österreichischen Normen sind beispielsweise zwar nicht weniger Streng als die deutschen, erlauben aber die Beimischung von 2 Prozent Presshilfsmitteln, die in Deutschland gänzlich verboten sind. Dafür unterliegen österreichische Produzenten einer externen Qualitätsüberwachung, während deutsche Hersteller die Qualitätskontrollen in Eigenregie durchführen.

Auswahl der Lieferanten

Die Zahl der als Zwischenhändler fungierenden Lieferanten ist deutlich höher als die Zahl der Hersteller. Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl des Lieferanten ist selbstverständlich der Preis. Teilweise weisen die Preise eine deutliche Mengenstaffelung auf, weswegen der Preisvergleich für die konkrete gewünschte Liefermenge durchgeführt werden sollte. Dabei muss auch geprüft werden, ob der jeweilige Lieferant die gewünschte Menge überhaupt liefert, denn die Mindestbestellmengen sind sehr unterschiedlich.

Hohe Qualitätsstandards erfüllen alle Hersteller

Alle in Deutschland produzierten Pellets können bedenkenlos genutzt werden. Zwar existieren zwischen den einzelnen Herstellern kleine Qualitätsunterschiede, aber dabei handelt es sich um einen Wettbewerb auf ohnehin schon hohem Ausgangsniveau. Ähnliches gilt für die branchenüblichen Versprechen, besonders umweltfreundlich zu produzieren. Für Pellets werden keine Bäume gefällt, sondern Holzabfälle der Möbelhersteller und anderer Unternehmen verarbeitet, die ansonsten ungenutzt verrotten würden. Umweltfreundlich ist die Nutzung von Pellets daher in jedem Fall, egal von welchem Hersteller.

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