Umweltbilanz von Pellets

Pellets werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und verbrennen kohlendioxidneutral. Sie werden zu Recht als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Erdgas angepriesen. Dennoch lohnt ein genauer Blick auf die Umweltbilanz von Pellets.

Herstellung und Transport

Bei der Produktion von Pellets wird für die die Zerkleinerung und das Pressen sowie die abschließende Trocknung der Pellets Energie aufgewandt. Allerdings ist dieser Energieaufwand vergleichsweise gering. Zudem sind die Pelletsmärkte sehr regional geprägt. Daher sind die Transportwege für die Pellets auch kurz. Das bedeutet: Es wird wenig Energie für den Transport verbraucht und gleichzeitig wird die regionale Wirtschaft unterstützt. Für Produktion und Transport liegt der Energieaufwand bei Pellets, die aus Sägespänen hergestellt werden, bei unter drei Prozent des Energiegehalts der Pellets. Zum Vergleich: Bei Heizöl liegt dieser Anteil bei immerhin zwölf Prozent, bei Erdgas bei rund zehn Prozent.

Verbrennungseigenschaften

Umweltfreundliche Verbrennung von PelletsDas große Plus von Pellets: Sie verbrennen kohlendioxidneutral. Das bedeutet: Bei der Verbrennung von Pellets wird nur so viel Kohlendioxid in der Atmosphäre freigesetzt, wie die Bäume, aus denen die Pellets hergestellt werden, beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Kohlendioxid gilt als einer der Hauptverursacher der globalen Erderwärmung. Bei der Verbrennung von Pellets wird auch weniger Schwefeldioxid freigesetzt als bei fossilen Brennstoffen. Schwefeldioxid ist für den sogenannten sauren Regen verantwortlich. Entgegen vielen anderslautenden Behauptungen haben moderne Pelletheizungen keine Probleme mit der Einhaltung der strengen Grenzwerte hinsichtlich der Feinstaubbelastung. Bei der Verbrennung von Pellets entsteht deutlich weniger Feinstaub als bei der Verbrennung von Scheitholz.

Nachhaltigkeit

Pellets werden aus Holzabfällen hergestellt. Diese Holzabfälle fallen als Nebenprodukte in der Holz verarbeitenden Industrie an. Für Holzpellets werden zwar auch rund 15 Prozent sogenanntes Stammmaterial verbraucht. Dies ist allerdings minderwertiges Holz, das in den Sägewerken nicht genutzt werden kann. Durch den Anbau schnell wachsender Arten kann die Versorgungssicherheit gewährt werden, ohne dass die Umwelt gefährdet wird.