Herstellung von Pellets

Für Pelletheizungen werden als Brennstoff Holzpellets benötigt. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick zum Herstellungsverfahren, den verwendeten Rohstoffen und dem Heizwert von Pellets.

Herstellungsverfahren

Ringmatrizenpresse
Quelle: CC-BY-SA-2.0 BMK

Die Grundsubstanzen für Holzpellets fallen bei der Holzverarbeitung an. Holzpellets werden hauptsächlich aus Sägespänen und Hobelspänen oder anderen Holzabfällen produziert. Aber auch sogenanntes Industrierundholz oder Waldrestholz wird genutzt. Dieses Ausgangsmaterial wird zerkleinert und so weit getrocknet, dass eine Restfeuchte von rund acht Prozent erzielt wird. Der Feuchtegehalt ist ein wichtiger Faktor bei der Weiterverarbeitung der Pellets. Zum eigentlichen Pelletieren darf der Feuchtegehalt max. zwölf Prozent betragen. Aus diesem Grund wird das zerkleinerte Ausgangsmaterial mit Heißdampf befeuchtet. Die zerkleinerten Holzpartikel werden unter hohem Druck durch eine sogenannte Matrize gepresst. Der Lochdurchmesser der Matrize entspricht später dem Durchmesser der Pellets. Durch den hohen Druck erwärmt sich die Oberfläche der Holzpartikel, das hierin enthaltene Lignin klebt dann die Masse zusammen. Bis zu zwei Prozent natürliche Bindemittel wie Stärke, Melasse oder pflanzliches Paraffin dürfen den Pellets zugesetzt werden. Die Holzpresslinge werden dann beim Austritt aus der Matrize auf die übliche Länge (5 cm) gekürzt und anschließend abgekühlt.

Alternativen zu Holzpellets

Pellets können aus verschiedenen nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. In Deutschland sind Holzpellets die am weitesten verbreitete Variante. Daneben gibt es Strohpellets, die auch einen guten Heizwert haben. Das gilt auch für Ölpellets, die aus Ölpflanzen wie zum Beispiel Raps oder Sonnenblumen hergestellt werden. In skandinavischen Ländern werden auch Torfpellets vertrieben, die in Deutschland verboten sind.

Heizwert von Pellets

Der Heizwert von Holzpellets liegt bei knapp 5 Kilowattstunden pro kg. Dieser Wert ist in verschiedenen Normen festgelegt. Damit bringen zwei Kilogramm Holzpellets den gleichen Heizwert wie ein Liter Heizöl. Vergleicht man den Heizwert von Pellets mit dem von Brennholz, dann zeigt sich, dass durch die Verdichtung der Heizwert deutlich gesteigert wird. Im Vergleich zu Brennholz zeigen Pellets, die den DIN- und Euronormen entsprechen, dank des einheitlichen Produktionsprozesses ein gleichmäßiges Verbrennungsbild auf.