Pellets

Pellets sind kleine „Presslinge“ aus zerkleinertem Holz, die mit hohem Druck zusammengepresst werden. Jeder, der eine Pelletheizung sein eigen nennt, sollte im eigenen Interesse darauf achten, dass die verfeuerten Pellets den einschlägigen Normen entsprechen. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über Herstellung, DIN-Normen, die Umweltbilanz und die Pelletspreise.

Herstellung

HolzpelletsHolzpellets werden aus naturbelassenen Holzabfällen hergestellt, die in Sägewerken anfallen. Auch sogenanntes „Waldrestholz“ wird verwendet. Meist sind die Hersteller für Pellets in der Nähe von Sägewerken angesiedelt. Die Hobel- und Sägespäne werden zunächst getrocknet. Damit können die unterschiedlichen Restfeuchtegehalte der verschiedenen Holzarten ausgeglichen werden. Es werden Verunreinigungen entfernt und dann die Holzspäne weiter zerkleinert, damit eine gleichmäßige Größe bei allen Spänen erreicht wird. Schließlich werden diese zerkleinerten Holzpartikel durchfeuchtet, weil sie sich dann besser pressen lassen. Im anschließenden Schritt werden die Späne mit hohem Druck durch eine Matrize gepresst. Dabei entsteht Wärme, die dafür sorgt, dass das im Holz enthaltene Lignin die Partikel zusammenklebt. Die Pellets werden beim Austritt aus der Matrize in die gewünschte Länge geschnitten und anschließend vorsichtig abgekühlt.

DIN-Normen

Pellets sind ein sogenannter „normierter Brennstoff“. Seit 2010 gilt die DIN EN 14961-2, die die Pellets in verschiedene Klassen einteilt. Empfohlen wird, Pellets der Klasse A 1 zu verbrennen. Seit 2002 gibt es zudem die DINplus Zertifizierung, die strengere Grenzwerte hinsichtlich der Herstellung und Verbrennung berücksichtigt. Es geht dabei um Punkte wie Wassergehalt, Verunreinigung durch Bindemittel, Abrieb und Schüttdichte. DINplus geprüfte Pellets werden von den führenden Heizungsherstellern empfohlen und haben sich mittlerweile als Standard etabliert.

Umweltbilanz von Pellets

Die Normen sorgen unter anderem dafür, dass Pellets ein so umweltfreundlicher Brennstoff bleiben, wie immer behauptet wird. Holzpellets werden aus nachwachsenden Rohstoffen produziert und ermöglichen so eine CO2-neutrale Wärmeerzeugung. Denn bei der Verbrennung wird nämlich nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie vorher beim Wachstum durch den Baum gebunden wurde. Aber das ist nicht der einzige Aspekt, der für die gute Umweltbilanz von Pellets spricht. Denn die zur Herstellung von Pellets aufgewendete Energie (Trocknen, Pressung und Transport) beträgt nur rund drei Prozent des Energiegehalts von Pellets. Bei Erdöl liegt der Bedarf bei weit über zehn Prozent. Ein weiterer Aspekt ist die Nähe von Herstellung und Verbrauch. Pellets werden regional produziert und vertrieben, das mindert die Transportwege und fördert die heimische Wirtschaftskraft. Zudem erfüllen moderne Pelletheizungen alle Anforderungen hinsichtlich der Feinstaubemissionen.

Pelletspreise

Zwar ist eine Pelletheizung in der Anschaffung meist teurer als eine Öl- oder Gasheizung. Die Pellets selbst sind aber als Rohstoff deutlich preiswerter als die fossilen Alternativen. Im Gegensatz zu Öl und Gas konnten die Pelletspreise in den letzten Jahren relativ stabil gehalten werden. Große Schwankungen gab es nicht und werden derzeit auch nicht erwartet. Die Preise von Pellets hängen vor allem von der bestellten Menge ab. Derzeit bewegt sich der Preis für eine Tonne Pellets zwischen 220 und 270 Euro pro Tonne, abhängig von der Bestellmenge.