Pelletkessel

Ein Pelletkessel ist eine umweltfreundliche Alternative zu Gas- oder Ölheizungen. Ein Pelletkessel für eine Zentralheizung ermöglicht die CO2-neutrale Heizung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Soll ein neuer Heizkessel angeschafft werden, so sind Pelletkessel eine ganz klare Alternative zu Öl- oder Gasheizungen, zumal sie heute auch als Niedertemperaturheizung oder mit Brennwerttechnik angboten werden.

Wie funktioniert ein Pelletkessel?

Prinzipiell funktioniert ein Pelletkessel prinzipiell wie jede andere Heizung: Der Brennstoff wird über ein Fördersystem in den Brennraum geleitet, dort verbrannt und damit wird über einen Wärmetauscher das Heizungswasser und das Trinkwasser erwärmt. Pelletkessel werden in vielen verschiedenen Bauarten angeboten. Sie unterscheiden sich hinsichtlich folgender Merkmale:

  • Beschickung mit Pellets (automatisch oder halbautomatisch)
  • Reinigung des Gitterrostes (automatisch, halbautomatisch oder manuell)
  • Kesselmaterial (Stahl, Edelstahl, Aluminium, Dicken zwischen 5 und 10 mm)
  • Wärmedämmung (von 60 bis 100 mm)
  • Brennersystem (Topfbrenner, Unterschubbrenner, Rotationsbrenner etc.)
  • Wärmetauscher (Röhren- oder Plattenwärmetauscher)

Alle Pelletkessel verfügen über eine Sicherheitseinrichtung. Diese Rückbrandsicherung schottet den Pelletvorrat vom Brennraum ab. Bei der Entscheidung für einen Pelletkessel bildet der Heizwärmebedarf das entscheidende Kriterium. Auf keinen Fall sollte der Kessel zu groß gewählt werden. Denn ein Pelletkessel erreicht den besten Wirkungsgrad unter Volllast. Ist der Kessel zu groß gewählt, muss er häufig unter Teillast laufen. Das beeinflusst nicht nur den Wirkungsgrad negativ sondern auch die Haltbarkeit der Komponenten.

Welche Regelung gibt es für den Pelletkessel?

Die Effizienz der Verbrennung im Pelletkessel wird vor allem durch die entsprechende Regelung bestimmt. Durch Temperaturfühler und Abgassensoren wird sichergestellt, dass die Emissionswerte nicht überschritten werden. Zudem wird über die Regelung die Zufuhr des Brennstoffs kontrolliert und die notwendige Luftzufuhr bestimmt. Über eine sogenannte Lambda-Sonde im Abgasrohr können die entsprechenden Parameter erfasst werden. Lambda-Sonden messen den Sauerstoffgehalt im Abgas und korrigieren danach die Brennluftzufuhr. Nur so kann eine optimale Verbrennung mit minimalem Abgas und höchstem Wirkungsgrad erzielt werden. Werden keine Lambda-Sonden eingesetzt, so erfolgt die Regelung anhand der Temperatur im Brennraum und einer Messung der Luftmenge.

Welche Arten der Verbrennung sind möglich?

Eine Pelletheizung sollte vorzugsweise unter Volllast laufen. Pelletkessel sind nicht schnell regelbar, sodass ein Pufferspeicher äußerst sinnvoll ist. Bei Pelletheizungen mit modulierender Verbrennung sollte darauf geachtet werden, dass die Rauchgastemperatur zum Kamin passt. Das gilt auch für Pelletheizungen mit Brennwerttechnik, für die unbedingt wegen der niedrigen Abgastemperaturen ein passender Kamin notwendig ist.

Entscheidungskriterien

Bei der Entscheidung für eine Pelletheizung sollte auch auf den Wirkungsgrad im Teillastbereich geachtet werden. Das ist gerade für sehr gut isolierte Häuser mit geringem Wärmebedarf notwendig. Darüber hinaus spielt der Komfort während des Betriebs eine große Rolle. Dieser wird unter anderem durch den Reinigungsbedarf des Brennrostes und des Wärmetauschers sowie die Größe des Aschebehälters bestimmt.