Pelletlager & Fördersysteme

Pellets sollten in der Nähe der Pelletheizung gelagert werden. Empfohlen wird ein Vorrat, der den Jahresbedarf abdeckt. Für ein Haus mit 20 Kilowatt Heizlast müsste das Pelletlager mindestens 18 Kubikmeter umfassen. Das entspricht bei einer Höhe von 2,50 Metern einem Grundriss von rund 2,5 mal drei Metern.

Lagermöglichkeiten

Grundsätzliche Anforderungen an Pelletlager werden unter anderem in den Vorschriften zum Brandschutz festgelegt. Deshalb sollte im Pelletlager auf Elektroinstallationen verzichtet werden. Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass die Qualität der Pellets nicht durch zu hohe Feuchtigkeit leidet und dass das Pelletlager vollständig geleert werden kann.

Heizöltank

Beim Umstieg von der alten Ölheizung auf eine moderne Pelletheizung bietet es sich an, den bisherigen Heizöltank als Pelletlager zu nutzen. Der Öltank selbst kann umgebaut werden. Sinnvoller ist es meist, den alten Öltank zu entfernen und durch einen speziellen Pellettank zu ersetzen.

Pelletlager-Raum

Ein einfacher Kellerraum kann auch zum Pelletlager umgestaltet werden. Neben der Einblasmöglichkeit muss auch ein Anschluss an das Fördersystem vorgesehen werden. Um die vollständige Entleerung auch von Restmengen sicherzustellen, ist ein schräger Boden sinnvoll. Ansonsten müssen die Restmengen manuell etwa mit einem Schneeschieber zusammengeschoben werden.

Sacksilo

Sind die Wände im Keller zu feucht oder ist die Statik der Wände nicht geeignet, können Sacksilos als Pelletlager gewählt werden. Diese können durch ihre Flexibilität auch bei ungünstigen Platzverhältnissen aufgestellt werden. Sie bestehen aus einem festen technischen Textilgewebe, das in einen Rahmen eingehängt wird. Selbstverständlich können auch mehrere Silos kombiniert werden, das erhöht die Flexibilität.

Erdtank

Ist kein geeigneter Lagerraum im Haus vorhanden, so bieten sich Erdtanks als Pelletlager an. Hierbei werden Kunststofftanks in der notwendigen Größe in der Nähe der Pelletheizung im Außenbereich vergraben.

Fördersysteme

Die Pellets müssen nun durch ein Fördersystem vom Lager zur Pelletheizung transportiert werden. Übliche Systeme sind sogenannte Schneckenfördersysteme, Saugfördersysteme und die sogenannten Maulwurfsysteme.

Schneckenförderung

Hierbei werden die Pellets über eine Förderschnecke vom Pelletlager zum Heizkessel transportiert. Die Schneckenförderung gilt als leise und zuverlässig, nimmt aber vergleichsweise viel Platz ein und kann kaum große Höhenunterschiede bewältigen. Außerdem ist sie nur für kurze Strecken geeignet. Inzwischen sind auch etwas flexiblere Systeme erhältlich, die sogenannten Knickschnecken.

Saugförderung und Maulwurfsysteme

Bei diesem System saugt eine Turbine die Pellets an. Die Saugförderung ist ideal für größere Entfernungen (bis zu 30 Metern) und stärkere Steigungen. Sie ist besonders flexibel, aber auch aufwendig beim Einbau. Auch Maulwurfsysteme saugen die Pellets an, aber von oben und nicht von unten. Sie ermöglichen so eine bessere Raumausnutzung.

Auswahl

Letztlich geht es also bei dem Pelletlager darum, wo der Lagerraum liegt (damit hängt auch die Auswahl des Fördersystems zusammen), ob er von außen zugänglich ist, wie groß er sein muss, ob er ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt ist, den statischen Anforderungen und vor allem auch den Brandschutzanforderungen entspricht. Durch die inzwischen vielfältigen Möglichkeiten ist eine passende Lagermöglichkeit im Regelfall gegeben.