Pelletheizung Förderung: BAFA & KfW

Die Installation einer Pelletheizung wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Ziel der Bundesregierung ist es dadurch die Abkehr von fossilen Brennstoffen zu unterstützen. Im April 2015 wurde die Förderung von Pelletheizungen deutlich erhöht. Gefördert wird nicht nur die Heizung selbst, sondern auch nahezu alle Maßnahmen, die mit dem Austausch der Heizung zusammenhängen. Dies gilt sowohl für erforderliche bauliche Maßnahmen als auch für Maßnahmen, die der Verbesserung der Energieeffizienz dienen. Neben der Förderung durch das BAFA besteht auch die Möglichkeit, zinsgünstige Kredite der KfW in Anspruch zu nehmen. Außerdem bieten einige Bundesländer eigene Förderprogramme an.

Die Basisförderung

Tabelle zur Basisförderung
Maßnahme Nennwärmeleistung Basisförderung
Pelletofen mit Wassertasche 5 kW bis 25,0 kW 2.000 €
25,1 kW bis max. 100 kW 80 € / kW
Pelletheizung (Pelletkessel) 5 kW bis 37,5 kW 3.000 €
37,6 kW bis max. 100 kW 80 € / kW
Pelletheizung (Pelletkessel) mit einem neu errichten Pufferpspeicher von mind. 30 Litern pro kW 5 kW bis 43,7 kW 3.500 €
43,8 kW bis max. 100 kW 80 € / kW

Die Basisförderung wird für Pelletheizungen in Bestandsgebäuden gewährt, in denen bereits eine alte Heizung vorhanden ist, die mindestens zwei Jahre lang in Betrieb war. Die Förderung für eine neue Pelletheizung durch das BAFA beträgt in diesen Fällen mindestens 3.000 Euro für Pelletkessel mit einer Leistung von 5 bis 37,5 Kilowatt (kW). Sofern die Leistung des Pelletkessels zwischen 37,6 und 100 kW liegt, beträgt die Förderung zusätzlich 80 € pro übersteigendem kW. Die Pelletheizung Förderung steigt auf 3.500 Euro, wenn auch ein Pufferspeicher von mindestens 30 Litern pro kW Leistung neu angeschafft wird, sofern die Leistung des Pelletkessels zwischen 5 und 43,7 kW liegt. Im Leistungsberich von 43,8 bis 100 kW liegt die zusätzliche Förderung ebenfalls bei 80 € pro übersteigendem kW.

Die Bonus- und Innovationsförderung

Der Kombinationsbonus wird gewährt, wenn die Pelletheizung mit einer förderfähigen Solarthermieanlage oder Wärmepumpe kombiniert wird. Seit 2012 liegt die Förderung bei 500 Euro. Noch höher fällt die Förderung dank der so genannten Innovationsförderung für Pelletkessel mit Brennwerttechnik aus. Für Pelletheizungen ohne Pufferspeicher beläuft sich die Förderung dann auf 4.500 Euro, für Anlagen mit Pufferspeicher auf 5.250 Euro. Im Gegensatz zur Basisförderungen wird die Innovationsförderung auch für Neubauten gewährt. Hier beträgt sie 3.000 Euro oder 3.500 Euro für Anlagen ohne beziehungsweise mit Pufferspeicher. Die Innovationsförderung wird aber nicht ausschließlich für Brennwertkessel gewährt. Förderfähig sind auch Heizungen mit Partikelabscheidern oder anderen Techniken, mit denen die Schadstoffemissionen spürbar gesenkt werden. Der Innovationsbonus wird in Form eines Nachrüstbonus auch gewährt, wenn eine bestehende Pelletheizung entsprechend nachgerüstet wird. In diesem Fall beträgt er 740 Euro.

Der Gebäudeeffizienzbonus

Die Basisförderung steigt um bis zu 50 Prozent, wenn die Pelletheizung in einem besonders energieeffizienten Gebäude installiert wird. Das bedeutet, dass das Gebäude den Anforderungen an ein „KfW-Effizienzhaus 55“ genügen muss. Sowohl die Heizanlage als auch das Gebäude selbst müssen dafür recht strenge Bedingungen erfüllen, was durch ein unabhängiges Gutachten nachgewiesen werden muss.

Sonstige Maßnahmen

Für weitere Maßnahmen, die in Verbindung mit dem Einbau der Pelletheizung stehen, kann ebenfalls eine Förderung beantragt werden. Diese Förderung beträgt zehn Prozent der Investitionskosten, höchstens aber 50 Prozent der Basisförderung. Unter diese Förderung fallen beispielsweise alle erforderlichen baulichen Maßnahmen sowie der Ausbau und die Entsorgung der alten Heizung. Auch der Austausch von Heizkörpern fällt darunter, soweit er der Steigerung der Effizienz dient.

Technische Voraussetzungen

Die Pelletheizung Förderung wird nur für komplette Heizungsanlagen gewährt, ein Pelletofen ist nicht förderfähig. Darüber hinaus müssen ein hydraulischer Abgleich sowie die Abnahme durch den Schornsteinfeger nachgewiesen werden. Der Wirkungsgrad des Pelletkessels muss mindestens 89 Prozent betragen. Außerdem müssen Obergrenzen für die Emission verschiedener Schadstoffe eingehalten werden. Dies sollte in der Praxis aber kein Problem darstellen, da alle Hersteller diese Grenzen einhalten.

Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die KfW gewährt günstige Kredite in Höhe von maximal 50.000 Euro für die Modernisierung von Heizungen. Technisch gelten hierfür dieselben Voraussetzungen wie für die BAFA Förderung. Beide Förderungen können miteinander kombiniert werden. Auch eine Kombination der BAFA Förderung mit den Förderprogrammen der Bundesländer ist möglich. Die Gesamtförderung aus der Kombination der Programme darf maximal doppelt so hoch wie die Förderung durch das BAFA sein. Wird diese Obergrenze überschritten, kürzt das BAFA seine Förderung entsprechend.

Wer erhält die Förderung?

Beantragen kann die BAFA Förderung jeder private Hauseigentümer, Unternehmen sowie wie Kommunen oder gemeinnützige Vereine, innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme der Pelletheizung. Bei Unternehmen oder Freiberuflern muss der Antrag vor „Vorhabensbeginn“ gestellt werden. Neben dem Antragsformular müssen auch die Nachweise über den fachgerechten Einbau, den hydraulischen Abgleich und die Abnahme durch den Schornsteinfeger eingereicht werden. Darüber wird auch eine Kopie der Rechnung benötigt. Wichtig ist, dass der Antragsteller auch der Empfänger der Rechnung ist. Für gewerbliche Antragsteller und Freiberufler gelten abweichende Regeln.

Antrag

Das BAFA stellt eine Liste mit den förderfähigen Pelletheizungen zur Verfügung. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Pelletheizung in der Liste enthalten ist. Die Förderung der KfW muss im Übrigen über die Hausbank beantragt werden. Die tatsächliche Zinshöhe richtet sich nach der persönlichen Risikoklasse. Die Voraussetzungen für die Basisförderung sind so allgemein gehalten, dass sie eigentlich immer erfüllt sind, sofern ein Fachbetrieb den Einbau vornimmt. Die Förderung reicht im Regelfall aus, um die höheren Anschaffungskosten einer Pelletheizung gegenüber einer fossilen Heizung weitgehend zu kompensieren.